Vertreterversammlung 2010
Volksbank Rhede verzeichnet gutes Geschäftsjahr
Vertreterversammlung verabschiedet Geschäftsjahr 2009 / Im 125-sten Jahr ihres Bestehens präsentiert sich die Volksbank Rhede in solider Verfassung / Richtige Mischung aus Tradition und Fortschritt / 7,5 Prozent Dividende (6,25 Stammdividende, 1,25 Prozent Bonus) werden an die Mitglieder ausgeschüttet

Auf dem Podium (v.l.) André Schaffeld, Andreas Terstegen, Hans-Dieter Kohnen
Ganz im Zeichen des 125-jährigen Jubiläums stand die Vertreterversammlung der Volksbank Rhede, die am Dienstag, 11. Mai, unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Dieter Kohnen im Rats- und Kultursaal der Stadt Rhede zusammentrat. „In schlechten Zeiten aus der Not eine Tugend machen: Das war damals die Botschaft. Sich daran zu erinnern, ist in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht das Schlechteste, denn die Erfahrungen aus der Vergangenheit lehren uns auch für die Zukunft“, mahnte Andreas Terstegen. „Unser Jubiläum soll auch dazu beitragen, diejenigen, die vor uns gewesen sind und vieles geleistet haben, zu würdigen“, betonte der Vorstandsvorsitzende auch im Namen seines Vorstandskollegen André Schaffeld weiter.
Doch bevor André Schaffeld die 125-jährige Erfolgsgeschichte der Volksbank Rhede Revue passieren ließ, stand der Rückblick auf das Geschäftsjahr 2009 im Fokus des Interesses. Dabei konnte Andreas Terstegen ein durchweg positives Zahlenwerk vorlegen. 708.000 Euro wurden als Bilanzgewinn erwirtschaftet. Damit ist die Volksbank Rhede in der Lage, ihre Rücklagen weiter zu stärken und die notwendige Liquidität zu sichern. Wie im Vorjahr wird zudem eine Dividende in Höhe von 6,25 Prozent ausgeschüttet. Wegen des 125-jährigen Bestehens zahlt die Bank an einen zusätzlichen Bonus von 1,25 Prozent an die 6.606 Mitglieder. Über 244.000 Euro fließen ihnen damit direkt zu.
In der Krise den nötigen Rückhalt gegeben
Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber 2008 leicht auf 389 Mio. Euro. Auch im Finanzierungsgeschäft erreichte die Volksbank Rhede mit ihren 81 Beschäftigten mit 289 (Vorjahr 270) Mio. Euro einen Spitzenwert. „Keine Kreditklemme in Sicht!“, fasste Andreas Terstegen die Entwicklung zusammen. „Wir sind unserer Verantwortung auch in der Krise nachgekommen und haben damit dem regionalen Mittelstand den nötigen Rückhalt gegeben“, so Terstegen wörtlich. Zur Freude der Vorstände kamen viele Impulse für das Wachstum aus dem privaten Bereich.
Starke Zuwächse verzeichnete die Volksbank Rhede im Fördermittelgeschäft. Insbesondere Gewerbetreibende und Landwirte nutzten das Know-how der Bankberater bei der Vermittlung zinsgünstiger staatlicher Gelder. Investitionen im bereich regenerativer Energien sorgten für diese gestiegene Kreditnachfrage.
Bei den bilanziellen Kundeneinlagen war ein leichter Rückgang um ein Prozent auf 280 Mio. Euro zu verzeichnen. Dies führt die Bank auf Sondereinflüsse aus dem Jahr 2008 zurück. Auf dem Höhepunkt der Finanzmarktkrise waren der Bank kurzfristig größere Summen zugeflossen. Sie wurden zu einem Großteil im Laufe des Jahres 2009 für Wiederanlagen in Aktien genutzt und auch für den laufenden Geschäftsbetrieb benötigt. Das hat sich am Stichtag in der Bilanz niedergeschlagen. Im Mehrjahresvergleich ist jedoch ein deutliches Wachstum zu verzeichnen. „Auf der Grundlage von 2007 stiegen die Einlagen unserer Mitglieder und Kunden bis zum 31.12.2009 um ins-gesamt 12,6 Prozent, also durchschnittlich pro Jahr um 6,1 Prozent“, verdeutlichte der Vorstandsvorsitzende.
Als Grundlage des fortgesetzten Erfolges der Volksbank Rhede führte Andreas Terstegen zum Abschluss seiner Ausführungen die partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Mitgliedern und Kunden auf. Terstegen: „Dafür bedanken wir uns sehr herzlich und verbinden damit das Versprechen, uns auch künftig kundenorientiert und qualitätsbewusst auszurichten. Der direkte Kontakt zu den Menschen vor Ort und die Nähe zur heimischen Wirtschaft werden daher auch weiterhin die Geschäftspolitik unseres Hauses bestimmen. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir uns für unsere Region engagieren.“
Auch das Prüfungsergebnis spiegelt die positive Situation der Volksbank wider. Der Volksbank Rhede wird eine geordnete Ver-mögens- und Finanzlage bestätigt. Vorstand und Aufsichtsrat wurde im weiteren Verlauf der Sitzung einstimmig Entlastung erteilt. Der Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses fand
ebenso die einhellige Mehrheit wie die Beschlussfassung über die Wahlordnung und zum Wahlausschuss. Ebenso einstimmig wieder in den Aufsichtsrat gewählt wurden Norbert Wüpping und Gregor Demming.
Ein Erfolgsmodell wird 125 Jahre
„125 Jahre Volksbank Rhede - das ist ein Grund zum Feiern“, er-klärte André Schaffeld und lud zum Ende seines Rückblicks auf die Bankgeschichte alle Mitglieder und Kunden schon vorab zum Mitfeiern ein. Am 19. Juni geht es los: Im Rahmen eines großen Gala-Abends wird das Jubiläum mit etwa 1.600 Gästen in der Konzertarena auf dem Kirmesplatz gefeiert. Durch das Abendprogramm wird der Moderator und Bauchredner Jörg Jará führen. Neben einer Zauber-, Comedy- und Artistik-Show wird Europas erfolgreichste ABBA-Revival-Band „ABBA 4U“ auftreten. Zum Abschluss gibt es dann Tanz, Unterhaltung und eine Mitternachtsshow. Für diesen Gala-Abend sind nur noch wenige Plätze frei.
Die Geburtsstunde der heutigen Volksbank Rhede war am 21. Juni 1885. Unter dem Vorsitz von Kaplan Wilhelm Melchers wurde der „Rheder Spar- und Darlehnskassenverein“ ins Leben gerufen. Unternehmenszweck war es, „den creditfähigen und creditwürdigen Mitgliedern desselben die zu ihrem Wirtschaftsbetriebe fehlenden Geldmittel zu beschaffen, sowie Gelegenheit zu geben, Geldbeträge, für die es zur Zeit an Verwendung in der Wirtschaft fehlt, verzinslich anlegen zu können.“
Durch die kontinuierlich positive Geschäftsentwicklung, die sich auch an zahlreichen Baumaßnahmen ablesen lässt, hat sich die Volksbank Rhede bis heute zu einem zukunftsorientierten Finanzdienstleister entwickelt, der seine wichtigste Aufgabe in der Förderung der heimischen Wirtschaft und der privaten Eigentums- und Vermögensbildung sieht.
„Richtige Mischung von Tradition und Fortschritt“
André Schaffeld abschließend: „Die Gründerväter unserer Bank haben uns ein wichtiges Vermächtnis hinterlassen: Selbst in schwierigen Zeiten kann man mit Selbstinitiative sehr viel errei-chen. Eine Erkenntnis, die angesichts der derzeitigen Finanzmarkt-und Wirtschaftsturbulenzen auch heute noch sehr hilfreich sein kann. Auf die richtige Mischung von Tradition und Fortschritt kam es in der 125-jährigen Geschichte unserer Bank immer an. Unsere Aufgabe wird es sein, dieses ausgewogene Mischungsverhältnis auch für die Zukunft fortzuschreiben.“
